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Lörrach-Brombach
18. Mai 2009
Erstes Konzert nach der Fusion von Männer- und Frauenchor / Anerkennung für Chorleiterin Ibolya Barla
Der Chor Brombach zeigt sich als starke Einheit
Von unserer Mitarbeiterin Maja Tolsdorf
LÖRRACH-BROMBACH. Heiteres und Stücke von klassischem Ernst verband der Chor Brombach in seinem ersten Konzert seit der Fusion von Männer- und Frauenchor. Berühmte Opern- und Operettenchöre präsentierten die Sängerinnen- und Sänger mit Solisten und Begleitung durch das Johann-Strauss-Ensemble vor rund 600 Besuchern in der Halle Brombach.
Chor Brombach
Neue Stärke: Der vereinigte Chor Brombach. (FOTO: Maja Tolsdorf)
Chorleiterin Ibolya Barla hat es wieder einmal geschafft, einen Hobbychor an anspruchsvolle Literatur heranzuführen, ohne die Sänger dabei wie Amateure aussehen zu lassen. Allein die Aufmachung, von der Bühnendekoration bis hin zur Robe der Darsteller, ließ einen Hauch der großen weiten Opernwelt in der Brombacher Halle Einzug halten. Nach einer schwungvollen Ouvertüre des Johann-Strauss-Ensembles begann der Abend für die Sängerinnen und Sänger mit einem anspruchsvollen Stück. "Hoch lebe die Freude" aus der Oper "Zar und Zimmermann" von Albert Lortzing war geprägt von Oktavsprüngen, die dem Sopran nicht immer perfekt aber doch immerhin gelangen.

Entgegen dem Gedicht, das Moderator Dietmar Fulde zu Beginn des Konzerts vorgetragen hatte, brauchte es nicht viel Fantasie, um die Schönheit und Präzision des Gesangs und der Musik zu erkennen. Die teils schwere Kost verarbeitete der Chor mit den ihm gegebenen Möglichkeiten und die waren allemal ausreichend, um Gefühl, Leidenschaft und Musikalität zu transportieren. Faszinierend ist es zu beobachten, wie Gesamtleiterin Ibolya Barla immer wieder den Kontakt zu Musikern und Sängern sucht. Spürbar wird diese Konzentration und das Miteinander beim Gefangenenchor aus der Oper "Nabucco" von Verdi, einem Stück, das viel Dynamik fordert. Perfekt folgt der Chor seiner Dirigentin beim Anschwellen der Töne und dem plötzlichen Zurückführen. Die Solisten Valeria Enz-Dudás (Sopran) und Wolfgang Wehrer (Bass) braucht es nicht als Unterstützung, sie singen mit dem Chor im Wechsel oder haben ihren eigenen Auftritt.

Fröhlich-rhythmisch geht es im zweiten Programmteil weiter: zu "Grüß euch Gott alle miteinander" aus der Operette "Der Vogelhändler" von Carl Zeller singt sogar das Publikum mit. Erheiternd sind die Auftritte der Tenöre Guido Chudoba und Gerold Bernhard, beides übrigens Eigengewächse der Region, wie Diemar Fulde erklärt. Herzhaft lachen die Besucher über die schauspielerische Leistung von Guido Chudoba in seiner Rolle als Bettelstudent aus der Operette von Carl Millöcker. Beinahe tosend ist der Zwischenapplaus, bevor es mit der "Trisch-Tratsch-Polka" von Johann Strauss oder dem "Schwipslied" aus der Operette "Die Fledermaus" weitergeht im begeisterndem Programm.

Bereits in der Pause zeigten sich die Besucher zufrieden mit dem Konzert. Überall werden Hände geschüttelt und ist Lob aus den Gesprächen herauszuhören. Zufrieden ist auch Gabriele Häring, Vorsitzende des Brombacher Chors mit dem ersten Auftritt seit der Fusion. "Mit der Dirigentin können wir wirklich glücklich sein" , sagt Gabriele Häring. Ibolya Barla habe es in einem Jahr immer wieder verstanden, die Sängerinnen und Sänger zu motivieren..

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