| Diese wurden durchgängig mit erfrischendem Impuls, sauberer Intonation und einer stets im Lot befindlichen Klangbalance gesungen. Die Programmfolge war dabei zu einem großen Teil dem melodiösen Fundus der amerikanischen Gospelszene und dem nicht minder klangsinnigen Folkloreschatz Südafrikas entlehnt. Titel wie "Give me that old time religion" , "Let us break bread" und "Down by the riverside" entführten in die triste Lebenswelt der amerikanischen Sklaven, deren tiefe Religiosität sich in diesen ebenso hoffnungsfrohen wie schicksalsergebenen Gesängen manifestiert. Davon sprach auch Moderatorin Ute Brätschkus, die in ihren Ansagen die kulturellen, folkloristischen und soziologischen Hintergründe solchen Liedguts beleuchtete. Eine ganz andere, humorvolle Deutung hatte indes "Dorfpoet" Fritz Barny in petto.
Nach den Ehrungen (wir berichten noch gesondert) ging es dann in näher gelegene Klanggefilde mit "Land der Träume" (nach der Barkarole von Jacques Offenbach) und "So lang man Träume noch leben kann" . Dass die Chormitglieder beim Vortrag des abschließenden südafrikanischen Liederzyklus’ den Textinhalt nicht komplett erschließen konnten, erwies sich keineswegs als nachteilig. Die rhythmisch vitale Interpretation von "Siahamba" , "Yakanaka Vhangeri" , "Uincwele Baba" und "Bayeza Kusasa" überzeugte gleichwohl durch ihre klare Diktion und geriet zu einem begeisternden Hörerlebnis, das stürmische Zugabe-Forderungen auslöste. Diese wurden dann auch gerne erfüllt, nachdem Vorsitzender Karlfrieder Berger seine Dankpräsente an exponierte Mitwirkende, darunter Sopransolistin Tamara Peter und Rhythmusinstrumentalistin Petra Kilchling, verteilt hatte.
Dann hatte das Publikum noch einmal viel zu lachen beim obligaten Theaterstück zur Jahresfeier. Diesmal bestand die Darbietung aus dem Schwank "Wer blost der Marsch, Monsieur?" von Franzsika Basler. Regisseurin Claudia Berger bot dazu 14 Mitspielerinnen und Mitspieler auf, die ihre Rollen sehr engagiert und überzeugend verkörperten. Auch die szenischen Darbietungen kamen beim Publikum bestens an.
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