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Efringen-Kirchen- Istein
03. März 2006
Bezaubernde Klangwelten beim Frühjahrskonzert in Istein / Chöre überzeugten mit breitem Repertoire Istein
Farbenfrohes Bild und reiche Klangfarben
Istein (hgk). In der nicht gänzlich ausverkauften Festhalle von Istein begeisterten die Chorgemeinschaft Istein/Huttingen und der Gesangverein Liederkranz aus Degerfelden beim traditionellen Frühjahrskonzert und weckten damit die Freude am Chorgesang.
Mal tiefgründig, mal mit jubelndem Frohsinn sangen insgesamt über 100 Akteure beim traditionellen Frühjahrskonzert der Männerchöre Huttingen und Istein in der nahezu vollbesetzten Halle des Klotzendorfes dem Lenz entgegen. Neben der gastgebenden Chorgemeinschaft Istein/Huttingen sorgten der in Lörrach beheimatete russische Chor Echo und die Chorgemeinschaft Bamlach/Rheinweiler/Bad Bellingen für einen unterhaltsamen Konzertabend auf exzellentem Niveau.

Der musikalische Leiter der Chorgemeinschaft Istein/Huttingen, Manfred Zanger, schickte mit dem Sängergruß von Othmar Kist gleich zu Beginn die richtige Botschaft an das Publikum, das vom Vorsitzenden des Gesangverein Istein, Hermann Mouttet, begrüßt wurde. Und vor dem Hintergrund allerorts schwindender Sängerscharen macht er dem katholischen Pfarrer Fabian Schneider gleich das attraktive Angebot, dem Chor aktiv bei zu treten.

Doch bis sich der Geistliche entscheidet, ließen es sich die Sänger nicht nehmen, den Zauber der Nacht von Manfred Bühler genussvoll zu intonieren und hoben mit einem Arrangement von Namensvetter Walther Schneider bei ihrer musikalischen Reise ins Tessin und nach Norditalien alle Freunde des Gesangs in ihre Barke.

Da wollten die Sängerinnen und (drei) Sänger des russischen Chors Echo nicht hinter dem Berg halten und sangen in der Sprache ihrer früheren Heimat von Fischen, die an den ausgelegten Netzen vorbei schwimmen und damit für Magenknurren sorgen. In ihren bunten Trachten brachte der Chor unter ihrer Dirigentin Natalia Schubmann und Akkordeonspieler Richard Lebert ein farbenfrohes Bild und reiche Klangfarben auf die Bühne.

Und wer Kalinka kennt, wundert sich nicht, wenn man sie auch im Klotzendorf spontan im rasantem Rhythmus beklatscht. Die besungene Silberhochzeit oder die gesangliche Hommage an die Weite der russischen Landschaft zeigten die vertonte Sehnsucht der Menschen nach Geborgenheit und Frieden.

Voluminös dann der Auftritt der Chorgemeinschaft Bamlach/Rheinweiler/Bad Bellingen, die unter der Leitung von Günter Meyer ein gesangliches Feuerwerk von Riuport à me von Hellmuth Löffler bis zum vertonten Hebelgedicht z´Mülle an der Post von Albin Neininger zündete. Ein Sprüchli dazwischen von Alfred Utz und die stimmgewaltigen Vorträge des Gemeinschaftschors machten deutlich, was ein in allen Bereichen gut besetzter Chor zu leisten vermag.

Den Schlusspunkt markierten dann die Gastgeber mit teils anspruchsvollem Liedgut von Wilhelm Heinrichs und Anton Dvorak sowie mit River of Babylon, was vom begeisterten Publikum entsprechend gefeiert wurde.


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